"Rock Harz" Festival 2026 - Über 25.000 Metalheads feierten am Fuße der legendären Teufelsmauer
"Rock Harz" Festival 2026 - Festival Dienstag bis Donnertag - Der Rückblick

"Nach dem Festival ist vor der Festival" und ging es für uns nach einem sehr heißen Wochenende in Dischingen am „Rock am Härtsfeldsee“ Festival weiter in den schönen Harz. Ans wunderschöne "Rock Harz" Festival. Zwischenstopp allerdings in Quedlinburg. Dort trafen wir uns mit unserer Festivaltruppe - liebevoll auch das "Hottentotten-Camp" genannt. Und nach einer kurzen Nacht auf dem dort ansässigen Campingplatz, ging es am Dienstag früh in Richtung Festivalgelände des „Rock Harz 2026“.
Wir nutzten die Zeit in der Anreiseschlange und machten uns zu Fuß auf den Weg zum "Check-In-Container" um unsere Bändchen abzuholen. Pünktlichst zurück an unseren Autos ging es auch schon los und wir durften aufs Festivalgelände fahren – endlich! Nach einem Jahr des langen Wartens , die Erlösung :)
Dann hieß es Aufbauen und es und gemütlich machen, schließlich war der Campground für fast eine Woche unser zu Hause. Da am Anreise-Dienstag keine Bands spielten hatten wir demnach alle Zeit der Welt.
Nach dem Aufbau machten wir uns auf den Weg zum Vorplatz, holten uns unser Merch und eine Duschflat – die es in diesem Jahr neu gab. Die letzten Jahre hatte man sich für jedes mal Duschen Duschmarken kaufen müssen. Mit der Duschflat war dies nun wesentlich einfacher und entspannter. Eins der vielen kleine Neuerungen auf dem Festival. Ja, das Festival hatten einige kleine aber feine Neuerungen auf dem Platz. Und so verschafften wir uns eine kleinen Überblick und konnten doch schon so einiges entdecken. Wie z.B. zwei „Bier To-Go“ Automaten, eine Fotokiste – äh eine Fotoknutschkugel und direkt neben an das "Rock Harz "Postoffice.
Ebenfalls wieder am Start, was uns sehr freute denn damit waren gute Burger vorprogrammiert – „Simon’s Diner“ (Veranstalter vom „Camping Battle Ground“ Festival). Nach dem ein oder anderen Pläuschchen ging es wieder ab zum Camp, einmal frischmachen denn das Infield sollte bald schon geöffnet werden, zu mindestens die eine Hälfte. Denn wie jedes Jahr am Anreise-Dienstag gab es am „Stadl“ eine Party und man konnte es sich im Biergarten gemütlich machen. Dieses Angebot nahmen sehr viele der bereits angereisten Metalheads in Anspruch und man musste Glück haben noch einen Sitzplatz zu ergattern. Nach einem schönen Abend ging es für uns ins Bett und wir starteten entspannt in den nächsten Tag.
Festival-Mittwoch
Nach einem leckeren Frühstück hieß es einmal ab über den Campground, besser gesagt über einen Teil des Campgrounds. Zuerst ging es aber wieder über den Vorplatz.
Dort herrschte bereits reges Treiben. Zum einen Fans die ihre Tickets in Bändchen umtauschen wollten und zum anderen war der Ansturm auf das diesjährige Merch enorm. Dank des Vorbestell-Sevice entzerrte es sich etwas.
Am Campground des „Caravan Camping“ angekommen, war es noch seeehr ruhig. Viele lagen noch in ihren Zelten oder saßen im Schatten und entspannten noch etwas, bevor am Nachmittag das Infield endlich auch komplett seinen Schleusen öffnete. Die ein oder anderen bekannten Gesichter liefen uns selbstverständlich über den Weg, aber dennoch, mit einem Blick in den Himmel beschlossen wir langsam zurück zum Camp zu gehen. DENN es wurde ganz schön dunkel und es war unklar zieht das Gewitter vorbei oder trifft es uns… kleiner Spoiler wir blieben nicht trocken.
Auf dem Rückweg kamen wir bei einer Partie „Flunkyball“ vorbei. Das Spiel war uns bekannt jedoch die gespielte Variante noch nicht. Hier wurde mit einem Autoreifen versucht die Flasche in der Mitte zu treffen. Was auch anders war, nicht jeder Mitspieler musste eine Dose Bier leer trinken, nein ein Spieler pro Team musste eine Salatgurke essen – es wurde auch immer erst weiter geworfen wenn der „Gurken-Spieler“ leer gekaut hatte. Eine sehr interessante und lustige Spielart von „Flunkyball“. Vielleicht als neue Spiel Variante für ein anderes Festival was immer um Pfingsten in Oettingen stattfindet. :)
Wir schafften es gerade noch so uns unter einem Bierstand auf dem Vorplatz unter zu stellen als es ordentlich zu Schütten und zu Donnern anfing. Und so standen wir erst einmal mit unzähligen Metalheads und warteten. Eins muss man den Metalheads die in der Merchschlange gestanden hatten ja lassen, Durchhaltevermögen hatten sie alle mal, denn trotz des Wetters blieben sie an Ort und Stelle. Als es ein wenig nachließ machten wir uns schnell auf den Weg ins Camp und schafften es vor der nächsten verstärkten Regenphase ins Trockene.
Gegen 14.30 Uhr ging es für uns bei strahlendem Sonnenschein in Richtung "Infield-Eröffnung" und erstaunlicher weiße war der Boden wieder fast abgetrocknet. Es war kaum Schlamm ersichtlich. Die Metalheads tummelten sich vor den Schleusen, ebenso war eine Gruppe Dinos war am Start – ob das etwas mit der Eröffnungs-Band zu tun hatte?
Die Schleusen wurden um Punkt 15:00 Uhr geöffnet und die Metalheads stürmten das Infield. Viele waren auf direktem Weg in Richtung Bühne oder Bierstand unterwegs, der ein oder andere machte jedoch kurz Halt und begutachtete die ersten Bands für 2027. Eins können wir Euch an dieser Stelle verraten es wird wieder verdammt GEIL 2027 ! Für uns ging es erst einmal ab in den VIP Bereich um unseren Grabenpass ab zu holen bevor es auch schon mit der ersten Band des Festivals losging. Das Infield vor der „Darkstage“ wurde noch einmal unterteilt und insgesamt 150 Kinder aus Ballenstedt und Umgebung vor die Bühne geführt. Die kleinen Metalheads freuten sich bereits tierisch auf die erste Band. Aber auch die Erwachsenen Metalheads freuten sich bereits, das Infield wurde immer voller und voller – ehrlich gesagt haben wir das Infield beim Opener in den letzten 4 Jahren noch nie so voll wie an diesem Tag erlebt.
Aber kommen wir nun zur Band auf die sich alle so freuten.
Das Projekt bzw. die Band gibt es bereits seit 2017 und ist an die 2009 gegründete Finnische Original Band angelehnt. Die Bandmitglieder sind 4 Dino’s und 1 Drache, welche Heavy Metal Songs für Kinder schreiben und auf die Bühne bringen.
„Komppi Momppi“, „Riffi Raffi“, „Muffi Puffi“, „Milli Pilli“ und „Mr.Heavysaurus“ eröffneten das diesjährige „Rock Harz“ und rockten somit auch ihr „Rock Harz-Live Debüt“. Mit einem lauten Knall fiel der Vorhang und es wurde ordentlich gefeiert. Neben guter Laune, tollen Songs wie „Pommesgabel“, „Kaugummi ist mega!“ und „Laser Ninja“ hatten sie auch eine ordentliche Portion Pyros dabei! Die Kinder und die Metalheads feierten gemeinsam, Währenddessen standen bereits die ersten am „Metal.de“ Stand an. Dort gab es, wie auch in den letzten Jahren jede Menge Autogrammstunden. Und den Anfang 2026 machten unsere liebsten Festival SEC , die „Grabenschlampen“. Gefolgt, um 17.00 Uhr von „Heavysaurus“, anschließend war „Soulbound“ an der Reihe, zu später Stunde war „The Haunted“ an der Reihe und den Abschluss machten „Steve’n’Seagulls“.
Nach dieser genialen Party auf der „Darkstage“ wurde anschließend auch die „Rockstage“ eröffnet. Dies übernahm eine Band aus Bielefeld mit ihrer Kombination aus Alternative Metal, Nu Metal, „NDH“, Gothic Rock, Metalcore und Industrial-Metal. „Soulbound“ rockten die Stage. Die Metalheads headbangten, moshten und hatten einen enorm großen Bewegungsdrang! Aus ihren fünf Alben hatten sie einen bunten Mix im Gepäck, insbesondere die Lieder des neuen Album „sYn“ welches 2026 raus kam hatten ordentlich Energie!
Wie man es vom "Rock Harz" bereits kennt , gibt es keinerlei Bandüberschneidungen. 2 Bühnen, die abwechselnd bespielt werden und so ging es nach " Soulbound" auf der Darkstage weiter.
Das österreichische Duo (live als perfekt eingespielte Fünfer-Kombo unterwegs) von „Harakiri for the Sky“ übernahmen die Mikros. Sie bewiesen einmal mehr, warum sie seit ihrer Gründung 2011 zur Spitze des Post-Black-Metal gehören. Mit ihrem unverwechselbaren Sound aus peitschenden Blastbeats mit bittersüßen Post-Rock-Melodien zogen sie die Metalheads unter der „Teufelsmauer“ sofort in ihren Bann und sorgten für reichlich Bewegung auf dem Infield. Und so kam es das ordentlich Staub aufgewirbelt wurde! Vom vorhergegangen Regen am Vormittag einen Spur mehr. Als wäre nie etwas gewesen.
Von Österreich ging es nach Schweden und von Extrem-Metal ging es in die Modern Thrash Metal und Melodic Death Metal Szene. Mit der vorläufigen Auflösung der Band „At the Gates“ 1996, gründeten Schlagzeuger Adrian Erlandsonn, Bassist Jonas Björler und Gittarist Anders Björler noch im selben Jahr die Band „The Haunted“ und kreierten einen aggressiveren und thrashigeren Sound wie zuvor.
Ebenso verbinden sie melodischem Death Metal Sound mit US-amerikanischen Thrash Metal (nach „Slayer“ art) und Groove Metal (nach Pantera). Genau dieser Sound kam bei den Metalheads des Festival richtig gut an und es war ordentlich Bewegung auf dem Infield. „The Haunted“ legten direkt los mit ihrem Song „Warhead“, gefolgt von „In Fire Reborn“, „99“, „Trespass“ und vielen weiteren Knallern. Mit „Bury Your Dead“ und „Hate Song“ beendeten sie ihr Set und bverabschiedeten sich von der „Rock Harz“ Crowd.
Die nächste Band war eins unsere persönlichen Tages Highlights. Von Schweden ging es ins Nachbarland Finnland. „Ensiferum“ vereinen Melodic Death Metal mit grandiosen Melodien, sowie Folk Metal und Viking Metal. Und dies bereits seit 1995. 2004 war ein entscheidendes Jahr für die Band denn sie brachten ihr Meisterwerk „Iron“ raus. Zugleich verließ Sänger und Gitarrist Jari Mäenpää ( Heute "Wintersun" ) die Band und Petri Lindroos kam an seiner Stelle. Für die Metalheads hatten sie einen Mix ihrer Alben „Winter Storm“, „Two Paths“, „Ensiferum, „Victory Songs“, „Thalassic“ und „Unsunug Heroes“ dabei. In das Set starteten sie mit „Aurora“, „Winter Storm Vigilantes“, „Way of the Warrior“ und „Token of Time“. Die Metalheads headbangten und moshten um die Wette – einfach Kopf aus und Spaß haben war die Devise! Mit „Lai Lai Hei“ und „In My Sword I Trust“ waren sie leider schon fertig und sagten „Bye Bye Rock Harz“ – jedoch nicht alle, Petri Lindroos sollten wir schon bald wieder auf der Bühne sehen.
Die nächste Band lies nicht lange auf sich warten und so kam es das „Paradise Lost“ trotz strahlendem Sonnenschein es schafften das „Rock Harz“ in eine musikalische Nebelwand zu hüllen. Die Gothic-Metal-Legenden haben genau den richtigen Soundtrack für den späten Nachmittag geliefert. Mit „Serpent on the Cross“ und „One Second“ stiegen sie in Ihr Set ein. Mit „As I Die“ und „The Enemy“, „Hallowed Land“ und „Erased“ hatten sie noch einige Hits im Gepäck.
Als nächstes an der Reihe, der erste Headliner des Abends. Eine Band die wir das erste mal sahen und die das absolute Highlight zwei unserer Freunde war. Die Band gibt es bereits seit 1998. Sie kommen aus den USA, genauer gesagt aus Los Angeles. Sie stehen für extrem tiefe, schleppende Gitarrenriffs, den massiven Einsatz von "Pinch Harmonics" (die für Frontmann „Zakk Wylde“ charakteristischen, quietschenden Gitarrentöne) und einer ordentliche Portion bluesigem Southern-Rock. „Black Label Society“ legten mit Songs wie „Set You Free“, „No More Tears“ und „Stillborn“ die Stage in Schutt und Asche! Wir wurden definitv überzeugt und freuen uns wenn wir sie mal wieder sehen dürfen. Schlag auf Schlag ging es weiter mit dem zweiten Headliner des ersten Festivaltages. Eine Band die dieses Jahr 40 Jahre Bandjubiläum feierte und gleichzeitig ihr "Rock Harz" Debüt hatten. Veteranen des deutschen Power Metals – „Helloween“! Mit ihrer Trio-Stimmpower verzauberten sie die Metalheads im Harz. Der Startschuss fiel mit „March of Time“, „The King for a 1000 Years“, „Future World“ und „This Is Tokyo“. Auch die „Grabenschlampen“ bekamen endlich wieder was zum spielen – ääh arbeiten, denn es machten sich die ein oder anderen Crowdsurfer auf den weg nach vorne.
Aber an dieser Stelle nicht falsch verstehen. Jede Band an diesem Tag hatte seine Surfer. Doch den "Grabenschlampen" zu zu sehen macht alleine so viel Spaß, da sie ihren doch harten Job mit so viel Leichtigkeit bewältigen. Sie sind eben doch die Besten im Graben. Und das ist FAKT.
Dann war es auch schon soweit und die letzte Band des Tages war an der Reihe. Die Finnische Bluegrass - Country - Folk Rock Band „Steve’n’Seagulls“ sorgten mit Songs von „Iron Maiden“, „Deep Purple“, „Metallica“, „Gojira“, „AC/DC“ und einigen mehr für noch mal ordentlich Stimmung. Für uns ging es nach „The Number of the Beast“, „Perfect Strangers“ und „The Trooper“ zurück zum Camp und nach einem Absacker auch schon ins Bett, denn am nächsten Tag hieß es wieder 100% Bandabdeckung! Logisch :)
Festival-Donnerstag
Der Donnerstag begann mit einer Band aus Südniedersachsen, welche schon seit 1989 die Bühnen dieser Musikerwelt bespielt. Sie gehören zu den Urgesteinen der Underground Szene des Melodic- Death- Thrash Metals. Der 2021 hinzu gekommene Sänger und Frontmann war ein brachiales Upgrade für die Band und uns kein Unbekannter. Er ist auch ein Teil der „Rock Harz“ Crew, genauer gesagt der Presse/Mediabeauftragte. Kai himself :)
„Final Cry“ zerlegten die Metalheads die sich bereits zahlreich vor der Stage tummelten. Das Infield war bereits knallvoll und dies bei der ersten Band des Festivaldonnerstags. Man merkte eben , die Fans hatten mega Bock.
In ihr Set starteten sie mit „Brotherhood of the Rope“, gefolgt von „Dominion of Decay“, „The Ever-Rest“, „The Beckoning Silence“ und „Down The Icefall“.
Doch wie es leider auf Festivals eben so ist , die Opener Acts sind meist nicht die mit der längsten Spielzeit und so mussten "Final Cry" sich mit „On Glacial Trails sowie „Walk with the Dead“ von der Stage und den Fans verabschieden. Weiter ging es mit einer Band die wir vor einigen Jahren als Vorband von „Mr.Hurley & die Pulveraffen“ gesehen haben. Im vergleich zu „Final Cry“ ein gewaltiger Genrewechsel. Wir befanden uns in der Folk-, Rock- und Mittelalter Szene. Hier ist die Band aus Niedersachsen mittlerweile eine sehr beliebt und nicht mehr wegzudenken. „Die Habenichtse“ rockten mit Songs wie „Ode an die Unterhose“ und „Spelunkenvagabunden“ die „Rockstage“ und feierten eine rießen Party mit den Metalheads! Wir blieben mit der nächsten Band ungefähr im gleichen Genre. Sie ordnen sich dem Mittelalter-Rap, Techno-Folk-Hip-Hop und dem „Pöpel-Rap“ unter. Die Jungs von "Mittel Alta" aus Karslruhe und Nürnberg hatten wir bereits an Pfingsten im Metalferienlager dem „Campingbattleground Festival“ das erste mal gesehen. Und auch auf dem „Rock Harz“ hatten sie einige provokant-lustige Songs wie „Gelber Schein“, „Der Chef ist Tot“, sowie „Ficket Euch“ im Gepäck. Die Metalheads feierten, surften und hatten einfach nur Spaß, „Mittel Alta“ brachten auch ein kleines Sportprogramm mit in den Harz und liesen das gesamt Infield (welches sehr voll war) einmal ordentlich hüpfen und auf der Stelle marschieren. Es war ein Fest dem wilden Treiben zuzusehen.
Nach zwei Bands aus Deutschland wurde es nun International. Eine Band die wir persönlich noch nicht kannten, aus Tokio. Sie sind im Melodic-Power Metal und J-Metal zuhause. „Hagane“ gibt es seit 2018. Sie haben in den letzten Jahren eine EP und zwei Alben unters Volk gebracht. Die Metalheads waren Feuer und Flamme – uns persönlich packte es nicht, aber das ist ja das schöne auf Festivals, es spielen soo viele Bands da ist für jeden was dabei und nicht jede Band muss einen persönlich überzeugen. Auf der „Darkstage“ ging es mit Feuer und einem Mix aus "Neue Deutsche Härte", "Industrial Rock" und "Deutschrock" weiter. Seit ihrer Gründung 2008 haben „Stahlmann“ einige Alben heraus gebracht wovon sie einen bunten Mix dabei hatten. Neben viel Pyro hatten sie die Songs „Adrenalin“ und „Hass mich...lieb mich“ sowie „Stahlmann“ dabei. Was uns ganz besonders freute, die Band "Stahlmann" sahen wir zuletzt und dies vor vielen Jahren in Dischingen beim "Rock am Härtsfeldsee" und das ist schon Gefühl eine halbe Ewigkeit her. Daher war die Vorfreude um so größer Endlich wieder in deren Genuss zu kommen. Mag man vom Stil und Genre halten was man will. Die Jungs haben abgeliefert und uns vorallem mega abgeholt. Hoffentlich sehen wir sie recht bald wieder und nicht erst in ein paar Jahren. Nach "Neue Deutsche Härte" direkt zur nächsten Band.
Diese kam aus Thüringen und beschäftigt sich mit alte Sagen, Mythen, Schlachten und der Natur. Diese Themen treffen auf kraftvolle Growls und heroischen Klargesang. „Sagenbringer“ hüllten das „Rock Harz“ mit „Feuer und Eis“, „Valkyrensturm“ und „Walpurgisnacht“ in eine epische Atmosphäre. Bei Ihrem Song „Berserker“ bekamen sie Verstärkung von Tetzel – Frontmann von „Asenblut“ und „All for Metal“. Wir sahen sie das erste mal und waren wirklich schwer begeistert. Neben einer beachtlichen Bühnenshow konnten sie auch mit ihrem Mix aus Pagan – Melodic – Death und Folk Metal mehr wie überzeugen. Da wir gerade von einer beachtlichen Bühnenshow reden, die nächste Band hatte eine mehr wie beachtliche Bühnenshow. Die "Nonnen" von "Dogma" übernahmen die Bühne.Wir kannten sie nicht und waren geflasht von dem was wir sahen und vor allem hörten.
Während dem Festival und auch direkt nach dem Auftritt der Mädels von "Dogma" hörte man viele Meinungen über die Band und deren Auftritt. Klar, jeder kann, darf und sollte seine Meinung haben. Da wir aber weder die Band vor diesem Auftritt kannte noch sie gehört hatten sind wir neutral an die Sache gegangen und war begeistert. Auch, wie wir dann erfahren haben, nur noch eine "Nonne" aus der Originalbesetzung dabei ist. Für uns absolut kein Minuspunkt, die Mädels haben ein super Job gemacht. Vorallem rechneten wir mit einem komplett andren Genre. Also wir waren begeistert und freuen uns daher sehr „Dogma“ am „Summer Breeze“ wieder sehen zu dürfen.
Da wir gerade von Bands reden auf die wir uns freuen wiederzusehen, die nächste Band war so eine, diese durften wir vor einigen Tagen auf dem „Rock am Härtsfeldsee“ erst Live sehen. Die Jungs aus Finnland waren mit unter eins unserer Highlights am Festivaldonnerstag. Mit den ersten Tönen hatte „Warmen“ die Metalheads in ihren Bann gezogen und es wurde sich in Ekstase geheadbangt. Was natürlich nicht fehlen durfte waren Circle und Moshpits. Es war also ordentlich Bewegung auf dem Infield, auch die „Grabenschlampen“ bekamen ordentlich was zu tun – denn zwischen Mosh- und Circle Pits war genug Luft um die ein oder andere Runde zu surfen. Währenddessen machte sich bereits die nächste Band auf der „Darkstage“ bereit.
Es ging mit der 1996 in Polen gegründeten Band „Decapitated“ weiter. Sie verbinden die technische Komplexität des Death Metal mit extrem tighten, rhythmischen Groove-Metal-Elementen. Vor der Bühne gab es kein Halten mehr, die Metalheads waren in Bewegung und liesen sich so leicht nicht mehr Bremsen. Dieser Bewegungsdrang hielt sich insbesondere bei den nächsten beiden Bands, eins können wir sagen - ohne Staubmaske hatte man ganz schön Knirschen im Mund! Egal ob bei Punk Rock mit „Betontod“ oder New York Hardcore mit „Agnostic Front“ die Metalheads vor der Stage waren in ihrer eigenen Welt! Und die Grabenschlampen bekamen insbesondere bei „Agnostic Front“ eine große Ladung Metalheads in den Graben geliefert! „Betontod“ rockten mit „Das Kapital“, „Totenkopf“ und „Keine Popsongs“. Aber auch „Agnostic Front“ hatten einige Knaller mit im Gepäck, wie „Gotta Go“. Von New York Hardcore ging es nun zu einer Powermetal Zombieapokalyse! 2023 in Nürnberg gegründet, begaben sie sich recht schnell auf Erfolgskurs und kommen bis heute mit ihrem Zombiekonzept bestens an. „Dominum“ sahen wir zuletzt im Winter 2025 als direkte Vorband von „Battle Beast“. Damals wie heute haben sie uns und unzählige Fans mit ihrem Zombiemetal mehr wie überzeug und umso mehr haben wir uns auf sie gefreut! Bei „Betontod“ und „Agnostic Front“ wurde ja schon ordentlich gesurft und den ein oder anderen Circle Pit gab es auch, aber das was „Dominum“ schafften, wurde bisher am „Rock Harz“ 2026 noch nicht geschafft – ein gigantischer Circle Pit wo 2/3 des Infields in Bewegung war. Was dann allerdings kam machte selbst „Dr.Dead“ sprachlos. Selbstverständlich blieb dies nicht unkommentiert. Denn es wurde auf und in einer Mülltonne gesurft -lobenswert zu erwähnen ist er trug sogar einen Helm. Auch an diesem Tag war der „Metal.de“ Stand wieder wegen der reichlichen Autogrammstunden sehr begeehrt. Den Anfang machten „Final Cry“ gefolgt von Ernie Fleetenkieker von „Krachmucker TV“, „Die Habenichtse“, „Betontod“, „Warmen“, „Agnostic Front“, „Hagane“, „Sagenbringer“, „Mittel Alta“, „Stahlmann“, „Dominum“ und zum Abschluss „Hämatom“.
Ehe wir uns versahen kamen auch schon die Headliner des Festivaldonnerstags. Der erste Headliner Spot wurde episch und ein Gesamtkunstwerk. „Avatar“ Sänger Johannes Eckerström, der im exzentrischen Clown-/Zirkusdirektor-Make-up über die Bühne wirbelte, heizte den Metalheads noch mal ordentlich ein und entfesselten ein wahres Metal-Spektakel. Los legten die Schweden mit „Captain Goat“ und „Let It Burn“ gefolgt von „The Eagle Has Landed“, „In the Airwaves“ und vielen weiteren epischen Hits. Ihr Set schlossen sie mit dem Hit „Hail the Apocalypse“ und übergaben eine gut gelaunte Menge, die noch immer voller Energie waren an die Legende, den „Godfather of Shock Rock“ – „Alice Cooper“. Die Horror Show begann mit „Hello, Hooray“ und „Who Do You Think We Are“. Weiter ging es mit „No More Mr. Nice Guy“, „House of Fire“, „I’m Eighteen“ und vielen weiteren tollen Songs. Und mal unter uns Freunde und Metalheads da draußen - wir ziehen unsren nicht vorhanden Hut vor diesem Mann. Welcher es immer noch im hohen Alter schafft A eine solche Show auf die Beine zu stellen und B die Massen immer noch so zu begeistern. Absolut TOP . Wir verneigen uns vor Alice und seiner enormen Kraft. Und immer noch extremen Ausstrahlung.
Die letzte Band des Abends -und somit ebenfalls Headliner-,die zweite Band an diesem Tag die wir innerhalb weniger Tage das zweite mal sehen durften. „Hämatom“ sahen wir am „Rock am Härtsfeldsee“ und wussten was auf uns zu kam - wir wussten das es ganz schön „GAGA“ wurde.
Es wurde nicht nur „GAGA“, - nein sie starteten auch mit Ihrem Song „GAGA“, gefolgt von „Kids“ und Hits wie „Bleibst du mit mir wach?“, „Mörder“, „Tanz auf dem Vulkan“, „Es regnet Bier“. Für uns ging es ab ins Camp und etwas aufwärmen – ja ihr lest richtig, denn durch den heftigen Wind wurde es gegen Abend ordentlich kalt. Und mit neuer Energie starteten wir am nächsten Morgen in den bereits 3. Festivaltag am diesjährigen "Rock Harz" Festival. Seit gespannt auf Teil 2 .....
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