Summer Breeze 2026 -Von Sonnenblumen-Polonaise bis „Ball of Death“: die ersten beiden Tage des Festivals im Rückblick

7. September 2026

Anreisetag und Festival-Mittwoch am Summer Breeze 2026

Die Sommerzeit ist Festivalzeit und das bedeutete für uns - Ab nach Dinkelsbühl zum „Summer Breeze“. Wie bereits in den letzten Jahren ging es für uns schon dienstags los. Nachdem wir unser Camp bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zur „Campsite Circus Stage“. Der Dienstag wurden mit einem Mix aus Hardcore und Beatdown eröffnet. Die Berliner Band „Ghetto Justice“ sorgte für ordentlich Stimmung unter den Metalheads. Es wurde auch ordentlich gesurft, und das bereits bei der ersten Band, wohlgemerkt. Die Jungs von „Ghetto Justice“ legten jedoch noch einen drauf. Sie holten eine etwas stabilere Luftmatratze, auf der sich sogleich einige Metalheads inklusive des Sängers der Band sammelten. Was eine Gaudi gleich zu Beginn des Festivals. Es ging Schlag auf Schlag und
die gute Laune riss nicht ab. Selbst dann nicht als die nächste Band sich bereit machte für ihren Auftritt. Bereits beim Soundcheck ertönte von den Metalheads ein „Schlachtruf“, der bereits bei einer anderen Band bewirkt hatte, dass sie auf der „Mainstage“ spielen konnten. Doch es standen nicht 
„Mr. Hurley und die Pulveraffen“ auf der Bühne und es wurde nicht „Hurley auf die Main“ gerufen, sondern „Habenichtse auf die Main“ ertönte es aus dem Infield. „Die Habenichtse“ und ihre Folk-Mittelalter-Rock-Party durften wir bereits schon vor ein paar Wochen auf dem „Rockharz“ sehen und mit ihnen feiern. Sie sollten an diesem Tag bzw. auf dem Festival nicht die Einzigen sein, die wir wiedersahen. Mit ihrem deutschsprachigen, humorvollen, mitreißenden Folk, den sie gekonnt mit Akkordeon, Gitarren und tanzbaren Rhythmen mixten, verwandelten sie das Infield in eine Gute-Laune-Party. Es wurde getanzt, gesungen und es gab eine Polonaise, angeführt von einer Topfpflanze – um genau zu sein, von einer kleinen Sonnenblume. Beim Gute-Laune-Mix aus „Ode an die Unterhose“, „Humpenstielzchen“, „Taverne, Taverne“ und noch einigen anderen wurde die Stimmung immer besser und besser.

Nach Polonaise, Singen, Tanzen und ganz viel „Folk-Mittelalter“-Party ging es über zu „Heavy-Metal-High-Octane-Rock“ mit „Motorjesus“ und
die Securitys im Graben bekamen einiges an Arbeit. Denn die Metalheads wärmten sich bereits für die „
Grabenschlampen“ auf, die ab Mittwoch im Graben anzutreffen waren, um die Crowdsurfer in Empfang zu nehmen. Und nicht nur in dieser Hinsicht wurde sich aufgewärmt, nein, auch die Nackenmuskulatur wurde langsam geweckt und stetig lockerer gemacht – denn die „Summer Breeze“-Woche dauerte schließlich noch ein bisschen. Es wurde gerockt, geheadbangt und auch den ein oder anderen „Moshpit“ wurde gestartet. Aufgewärmt und mit lockeren Nackenmuskeln waren die Metalheads bereit für die nächste Band, die auch schon der Headliner des Abends war. Eine Band aus Abtsgmünd(dem Geburtsort des Summer Breeze Festivals), die wir zum ersten Mal sehen durften. Wobei 2 der Gitarristen keine Unbekannten für uns waren. Sie sahen wir bereits das ein oder andere Mal mit „Necrotted“ auf der Bühne. „Hackneyed“rissen die Bühne mit technisch versiertem, extrem druckvollem Death Metal ab, den sie mit ordentlich Groove und Blastbeats paarten. Nach einer zehnjährigen Pause sind sie nun mit voller Power und reichlich Energie zurück. Uns haben sie definitiv überzeugt und wir freuen uns, sie mal wieder sehen zu dürfen. Die Metalheads feierten noch eine ganze Weile mit „Hackneyed“ und der anschließenden „Morecore Party“.

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Der erste Festivaltag war bereits ein voller Erfolg und wir freuten uns schon auf den zweiten. Da das Infield mittwochs erst gegen Mittag eröffnet wurde, konnten wir ganz entspannt in den zweiten Tag starten. Gegen 14:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zur „T-Stage“, denn diese wurde traditionell von der „Blasmusik Illenschwang“ eröffnet. Gegen 14:45 Uhr hörte man sie bereits über den Campground einziehen (was sie in den letzten beiden Jahren nicht gemacht hatten). Kaum waren die ersten Töne zu hören, fingen die Metalheads an zu rennen – obwohl noch viel Zeit war – man will ja nichts verpassen. Und nicht nur das, dass Festival nun auch ganz offiziell eröffnet wurde, es war auch der Beginn der Staubzeit am Breeze.

Durch den extrem trockenen Boden entwickelte sich bereits am Mittwoch eine Staubglocke über dem Festival die bis Samstag anhalten sollte. Aber wieder zurück zur "Blaskapelle Illenschwang" Das Infield war voll, die Blaskapelle betrat pünktlich die Bühne und die Metalheads legten los. Ein Phänomen was es mittlerweile nicht nur am Breeze gibt - es wurde mitgegrölt, aber auch gemosht, getanzt und gesurft. BEI BLASMUSIK !!! Somit bekamen die „Grabenschlampen“ ein leichtes Warm-up an diesem Tag. Für uns ging es weiter zu den ersten Bands an der „Wera Tool Stage“ und der „Mainstage“.
Die „Wera-Stage“ wurde von der Thrash-Metal-Band „Persecutor“ aus Dänemark eröffnet. Sie kombiniert schnellen Old-School-Thrash mit skandinavischer Präzision, messerscharfen Riffs, dynamischen Tempowechseln und kompromisslosem In-Your-Face-Sound – es war ein gelungener Einstieg. Auf die „Grindcore-Fun-Metal“-Party auf der „Main-Stage“ freuten wir uns bereits sehr. Als die Jungs von „Excrementory Grindfuckers“ das letzte Mal auf dem „Summer Breeze“ gespielt hatten, durften wir sie fotografisch begleiten. Ultraschneller Grindcore trifft bei ihnen auf Schlager-Parodien und puren Schwachsinn – was wie immer extrem gut bei den Metalheads ankam und für viel Spaß, ordentlich Staub sowie eine Welle an Surfern gesorgt hatte. Nach diesen beiden Bands ging es für uns wieder an die „T-Stage“, wo die Nackenmuskulatur der Metalheads extrem gefordert wurde, denn „Old-School Death Metal“ traf bei „Neckbreakker“ aus Dänemark auf „moderne Hardcore-Breakdowns“.

Wieder zurück an der „Wera-Stage“ und der „Main-Stage“ ging es weiter mit zwei Bands, die wir beide dieses Jahr bereits sehen durften. Die „King Nugget Gang“ sahen wir, das erste Mal überhaupt an Pfingsten auf dem „Camping Battle Ground“. Bei ihnen ist der Name Programm. Die Jungs aus dem Saarland legten die „Tool-Stage“ mit ihrem „Heavy Fast-Food Trap – Nu Metalcore-Mix" in Schutt und Asche. Auch bekamen sie gesangliche Unterstützung von Chris Chalmer, dem Frontmann der österreichischen Band „Stesy“. Ebenso zu Beginn des Set stand ihnen gesanglich der Fronter von "XOAmor" Christian Henkes zur Seite. Beides Bands, die gerne 2027 auf dem Breeze spielen. Wir würde es absolut abfeiern. Gemeinsam mit vielen mehr. Mit Sicherheit. 

Parallel dazu grölten die Metalheads an der „Main-Stage“ lautstark "Deutschpunk"-Hymnen mit „Betontod“. Los legten sie mit „Das Kapitel“, „Totenkopf“, „Keine Popsongs“ und „Kinder des Zorns“, gefolgt von vielen weiteren ihrer Hits. Es wurde gesurft, gesprungen und ordentlich gefeiert. Schließlich verstehen es die Jungs Punk mit Heavy Metal zu vereinen. Vom "Punkrock" ging es für uns zu „Modern-Melodic-Metal-Hardcore“ mit „The Narrator“ aus Essen. Da es an der „T-Stage“ mittlerweile schön schattig war, wurde noch mehr gefeiert. Die Metalheads lieferten sich ein Energie-Battle mit der Band. Es gab so viel Power, sowohl auf der Bühne als auch im Infield. Man musste sich ernsthaft die Frage stellen : "Sind Metalheads Hitzeresistenz?" Der absolute Abriss-Wahnsinn. Und ja der übliche Staubwirbel eben :) Es wurde zu „Phosphor“, „Pills From the Start“, „Stained Glass Reality“, „Die Down“ und vielen weiteren Knallern abgerockt. Bei den Metalheads war kein Halten in Sicht: Es wurde gerannt, gehüpft und gesurft.

Dann wurde es auch schon Zeit für den ersten Headliner des Abends an der „MainStage“. Die australischen Rock-’n’-Roll-Maniacs „Airbourne“ fackelten nicht lange und legten ein hochexplosives Abrissprogramm aufs Parkett. Vom ersten Akkord an feuerten sie ein Riff-Gewitter ab. Frontmann Joel O’Keeffe, der im Dauersprint über die Bühne fegte und das Publikum permanent anstachelte, sorgte für ordentlich Energie. „Airbourne“ feuerten eine Classic-Rock-Hymne nach der anderen ins Infield. Los ging es mit „Gutsy“, „Too Much, Too Young, Too Fast“ und „Hungry“, gefolgt von „Back in the Game“ und vielen, vielen weiteren Knallern. Parallel dazu rockten „Inhuman Nature“ aus London die „Wera-Stage“ mit einer dreckigen Symbiose aus rauem 80s-Thrash und martialischem Hardcore. Nicht nur die „Grabenschlampen“ bekamen ordentlich was zu tun, nein, auch die Nackenmuskulatur der Metalheads wurde gefordert und es wurde bis zur Ekstase geheadbangt.
Auf dem Weg ins „Media Village“ nahmen wir an der „Wera-Stage“ noch „Green Lung“ mit. Auch sie kamen aus London und hatten dunklen, „folklorig-okkulten Heavy Metal“ mit orgellastigem 70s-Vibe für die Metalheads dabei. Sie vereinen in ihrem Sound eine Mischung aus „Black Sabbath“, „Ghost“ und alten britischen Schauergeschichten. Die Metalheads vor der Stage feierten zu „Evil in This House“, „Maxine“ und „Black Magick Radio“ – diesen Song durften die Metalheads noch vor dem Erscheinen hören Er wurde offiziell erst einen Tag später veröffentlicht. Weiter ging es mit den Songs „The Forest Church“, „Old Gods“ und noch einigen mehr. Nun hatten wir das erste Mal an diesem Tag eine etwas längere Verschnaufpause, bevor es gegen 21 Uhr wieder an die „MainStage“ ging. Denn vor dem zweiten Headliner des Abends, „In Flames“, wurden die ersten 63 Bands für 2027 bekannt gegeben – und eins können wir bereits verraten: Das 30-jährige Jubiläum wird ein Knaller. Überzeugt Euch gerne selbst!! 
Dann war es so weit und die „Legenden des Göteborg-Sounds“ aus Schweden betraten die Stage und sorgten mit ihrem „Melodic-Death / Modern-Metal“ für einen kompletten Abriss! Mit im Gepäck hatten sie einige Klassiker und Metal-Hymnen. Los ging es mit „Colony“, „Deliver Us“, „In the Dark“, „Voices“, „Paralyzed“ und noch einigen weiteren. Über der Band waren dicke Kabelstränge aufgehängt und auf der LED-Wand im Hintergrund lief ein alter Live-Mitschnitt, welcher die Performance passend untermalte. Ein absolutes starkes Set. Welches zum einen absolut Spaß machte abzufeiern und gleichzeitig sah man der Band an das sie an diesem Abend verdammt Bock hatten für das Festival. und ihre Fans live zu performen.
Dann war es Zeit für die für uns letzte Band des Tages: „Hatebreed“ betrat die Stage und heizte den Metalheads noch einmal ordentlich ein. Mit „Destroy Everything“, „Live for This“ und „A Call for Blood“ stiegen sie in ihr Set ein und setzten mit Flames eine feurige Untermalung. Zu Beginn ihres vierten Songs, „In Ashes They Shall Reap“, wurde ein riesiger Ball mit der Aufschrift „Ball Of Death“ in die Menge geworfen. Eins können wir vergewissern, dieser Ball ist seiner Aufschrift würdig, denn er war nicht so weich, wie er aussah, und sorgt bei einem Kopftreffer für ordentlich Kopfschmerzen im Nachgang. Damit endete der Tag für uns und wir kehrten mit vielen Eindrücken zurück ins Camp. Tag 3 konnte kommen ....

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