Summer Breeze 2026 -Überraschungs-Act und Heavy-Metal-Pioniere: Die Highlights von Tag 3
Die Highlights vom Festival -Donnerstag im Rückblick

Der bereits dritte „Summer Breeze“-Tag war angebrochen und für uns ging es wieder aufs Infield und zur ersten Band an diesem Tag. Los ging es, zum einen recht früh und zum anderen mit der 2013 in Italien gegründeten „Brutal-Slam-Death-Metal“-Band „Fulci“ an der „T-Stage“. "Ein Abriss der Extraklasse am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen" und den Metalheads vor der Bühne wurden die letzten müden Knochen wachgerüttelt. Besser konnte man den 3.Festivaltag ganrnicht starten. Wach war man nach "Fulci" auf jedenfall. Ja, wir und 50.000 Metalheads hatten schon 2 Festivaltage hinter uns. 2 Tage voller Staub und purer Metal-Extase. So sollte es auch weitergehen.
Weiter ging es für uns an die „MainStage“. Dort war eine ordentliche Portion „Metalcore“ angesagt. Die Stuttgarter Band „Our Promise“ vereint gekonnt „Metalcore“ mit „Hardcore-Riffs“ sowie „Pop-Punk-Melodien“ zu energiegeladenem Crossover. Die Jungs hatten Bock und das merkte man. Sie wirbelten über die Stage und steckten die Metalheads mit ihrer Energie an. Los ging es mit ihrem Song „Panic Waves“, gefolgt von „Evoke“, „Static“ und „The Worst“.
Während die Party auf der „MainStage“ fröhlich weiterging, legte auf der „Wera-Stage“ die Lörracher Band „Fireborn“ so richtig los. Wir sahen sie das erste Mal und waren positiv überrascht. In Songs wie „Dancing With the Villain“, „Likes for a Life“ und „Crisis of Youth“ vereinen sie gekonnt modernen Hard Rock mit Metal, eingängigen Hooks und treibenden Rhythmen. Hoffentlich sehen wir die Band recht bald wieder. Es machte wirklich mächtig Spaß mit ihren in den Tag zu starten. An dieser Stelle möchten wir auch mal erwähnt haben das keine Band die am Breeze in diesem Jahr die Bühne betrat mit wenig Publikum auskommen musste. Trotz Hitze , Staub und wenig Schlaf war die Crowd da und feiert ihre Helden auf der Bühne. So auch zu frühen Spielzeiten. Wie bei "Fireborn" oder "Our Promis". Der absolute Festivalwahnsinn.
Zurück an der „MainStage“ und der „T-Stage“ ging es parallel mit den nächsten beiden Bands weiter. Die „Main“ betraten die Zwillinge von „From Fall to Spring“. Die „Post-Hardcore-Nu-Metal-Rap“-Band sorgte für Bewegung auf dem Infield und verschaffte den „Grabenschlampen“ ordentlich Arbeit. Aber keine Sorge, den Rekord der Surfer hält eine andere Band!! Währenddessen legte die „Heavy-Hard-Rock“-Band aus England eine Knallershow aufs Parkett. „Massive Wagons“ war für uns keine unbekannte Band. Wir sahen,hörten und fotografierten sie bereits am "RockHarz"Festival. Sie überzeugten und begeisterten damit nicht nur uns sondern auch die vielen anwesenden Metalheads mit ihren eingängigen Riffs. Die Metalheads vor der Stage wirbelten ordentlich Staub auf, denn es wurde gesurft, geheadbangt, gemosht und gefeiert.
Von der „T-Stage“ ging es direkt weiter an die „Wera-Stage“ – hier betrat eine Quartett-Formation die Bühne. Die 2016 in Japan gegründete „Kawaii-Metal“-Band war für uns Neuland. „Broken by the Scream“ vereinen im „Kawaii-Metal“ „Metalcore“, „Deathcore“, „Djent“ und „J-Pop“ mit tiefen „Death-Growls“ und unterscheiden sich damit von „Baby Metal“. Sie legten los mit ihrer Choreo und den Songs „Koi wa Otome no Nakidokoro“, gefolgt von „Do-Do-N-Pa!!“ und „Hana Kabura“ – die Metalheads vor der Stage waren Feuer und Flamme und feierten mit der Band. Für uns war es eine Band, die wir zum ersten Mal sahen. Fotografisch auf jeden Fall interessant, jedoch überzeugte der Rest nicht zu 100 % und daher ging es nach dem dritten Song auch schon weiter an die „Main-Stage“.
Dort betrat die aus Kalifornien angereiste „Alternative Rock“- und „Nu Metal, Post-Grunge“-Band „Alien Ant Farm“ die Bühne. Sie sorgten für ordentlich Bewegung und Arbeit für die „Grabenschlampen“, denn die Metalheads hatten Lust zu surfen und taten dies auch. Mit im Gepäck hatten sie Songs wie „Movies“, „These Days“, „Wish“ und den Song, der sie im Jahr 2000 auf der ganzen Welt bekannt machte – „Smooth Criminal“. Wer sich jetzt denkt, dass könne nicht von denen sein, liegt komplett richtig. Sie haben den Song von „Michael Jackson“ gecovert und ihre eigene Version daraus gemacht. Allerdings müssen wir an dieser Stelle leider sagen, wir freuten uns sehr auf den Auftritt der Band, welcher auch echt mega war. Doch die Zugabe, welche der Cover Song vom MJ war, überzeugte so garnicht. Leider. Wirklich sehr schade. Woran es lag? Das werden wir nie herausfinden. Dennoch war es grandios die Jungs Live am "Summer Breeze" erlebt zu haben.
Wieder zurück an der „T-Stage“ ging es weiter mit rauem, bluesigem „Doom Metal-Stoner Rock“. Seit 1996 behandeln „Grand Magus“ Themen wie nordische Mythologie, Schlachten, Natur, Ehre und Philosophie in ihren Texten. Für die Metalheads des „Summer Breeze“ hatten sie Songs wie „I, the Jury“, „Skybound“, „Steel Versus Steel“ und noch den ein oder anderen Knaller dabei. Und wenn man so in die Gesichter der Metalheads schaute, sah man in glückliche Gesichter, die einfach Spaß hatten und gemeinsam mit „Grand Magus“ abrockten.
Bevor es für uns an der „T-Stage“ weiterging, machten wir uns erst einmal auf den Weg zurück zur „Main-Stage“ – es erwartete uns atmosphärischer „Progressive-Metalcore“ gepaart mit „Djent-Metal“.
Die Bühne betrat das weltweit führende Quintett der modernen Metalcore-Szene – die australische Band „Northlane“. Gegründet wurde die Band 2009. 2014 gab es einen Sängerwechsel, was zu einer prägenden Sounderweiterung führte. Die „Summer Breeze“-Bühne betraten sie mit ihrem Song „4D“, welcher nahtlos überging in „Evian“, gefolgt von „Bloodline“, „Dante“ und „Welcome to the Industry.
An der „T-Stage“ warteten bereits druckvolle Gitarren, aggressive Vocals und kompromisslose Direktheit gepaart mit donnernden Drums. Die Thüringer Band gilt als erfolgreichster Vertreter des europäischen „Modern-Melodic-Old-School-Death“-Metals. „Deserted Fear“ rockten die Stage, bewiesen technische Präzision und heizten den Metalheads ordentlich ein, die den ein oder anderen Circle und Mosh Pit starteten.
Zur nächsten Band hatten wir es diesmal nicht so weit zu laufen, denn es ging für uns an die „Wera-Stage“ zu einer Band, die wir an Pfingsten auf dem „Camping Battle Ground“-Festival das erste Mal gesehen hatten. Die aus Naaldwijk (Südholland) stammende Band hatte den feinsten Mix aus „Goregrind“, „Grindcore“ und „Porngrind“ dabei. Neonfarben, Leopardenmuster und eine ordentliche Portion „Danceable Grindcore“ – das ist Programm bei „Rectal Smegma“. Wer „Gutalax“ liebt, wird die holländische Band genauso mögen.
Nach dieser sehr staubigen, energiegeladenen Abrissparty ging es an der „Mainstage“ crazy weiter. Die Musikperson, welche die Stage als Nächstes betrat, ist für den ein oder anderen, der diese Person bzw. das Musikprojekt das erste Mal sah, gewöhnungsbedürftig. Aber auch der Musikstil ist speziell. Er zeichnet sich durch abrupte Tempo- und radikale Genrewechsel während eines Songs aus. In den Songs werden die Genres „Trap Metal“, „Avantgarde-Metal“, „Alternative Rock“, „Hip-Hop“ und „Industrial“ mit „Jazz“ und „Pop“ fusioniert. Inhaltlich geht es bei „Kim Dracula“ um einen satirischen Blick auf Medien und Identität, gepaart mit dunklem Humor. Zurück an die „T-Stage“.
Hier ging es zwar auch crazy weiter, jedoch auf eine lustig-amüsante Art, und vor allem wurde es pink – nein, es betraten nicht „J.B.O.“ die Bühne. Die „T-Stage“ wurde von Männern in verrückten, pinken Flamingokostümen betreten – Flamingos? Das konnte dann nur eine Band sein. Richtig, die 2003 in Norwegen gegründete Band „Trollfest“ war zum zweiten Mal in Dinkelsbühl, zuletzt 2015. Los ging es voller Energie und guter Laune mit „Dance Like a Pink Flamingo“, „Flamongous“, „Brakebein“ und vielen weiteren ihrer Gute-Laune-Songs. Die „Grabenschlampen“ bekamen auch ordentlich zu tun. Neben zahlreichen Metalheads kam auch ein riesiger, aufblasbarer Flamingo Inch. Metalhead drauf angesurft.
Nach diesem lustigen Treiben hieß es auch schon wieder auf zur „Mainstage“, bevor es an der „T“ mit der angekündigten Surprise Show weiterging – diese wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. An der "MainStage" gab es allerdings vorher atmosphärische Streicherelemente gepaart mit Modern Metalcore, Alternative Metal und Post-Hardcore. Dies alles erwarteten die Metalheads und selbstverständlich auch uns bei „Imminence“. Gekonnt setzt Frontmann Eddie Berg seine Violine bei ihren Songs wie „Temptation“, „Desolation“ und „Heaven Shall Burn“ ein. Hier übernahm die Violine nicht nur Begleitparts – nein, auch tragende Hauptmelodielinien kamen rein vom Streichinstrument. Die Metalheads headbangten sich in Ekstase, feierten, surften und moshten – alle waren glücklich und die „Grabenschlampen“ bekamen Arbeit.
Vor der „T-Stage“ hatten sich bereits sehr viele Metalheads versammelt, denn bereits gegen Mittag wurde über Instagram bekannt gegeben, um wen es sich beim Surprise Act handelte – "Saltatio Mortis" was in the House.
Anders als im vergangenen Jahr, stand der Surprise Act nämlich nicht auf dem Festivalshirt. Wir sahen die Band zuletzt 2023 auf dem „RockHarz“. Sänger Aleawiederum sah man vereinzelt in den letzten Jahren immer mal wieder bei anderen Bands auf der Bühne. Die ersten Töne erklangen, der Vorhang fiel und „Saltatio Mortis“ gaben alles. Man merkte ihnen an, dass sie richtig Bock hatten. Was ein enormer Druck drang zu den Metalheads vor. Es war pure Energie, Wahnsinn! Zuletzt waren sie 2018 in Dinkelsbühl zu Gast. Aber nicht nur die Band hatte Bock, nein, auch die Metalheads feierten den Surprise Act. Mit dabei hatten sie einige Knaller wie „We Might Be Giants“, „Wo sind die Clowns“, „Loki“, „Finsterwacht“ und noch einige mehr. An dieser Stelle seih mal gesagt , 2027 wird die "Main Stage" platt gemacht. Denn da spielen die Jungs ganz offiziell. Hoffen wir mal als Headliner. Dann wird einfach nur noch gefeiert und abgerissen. Komme was wolle, wir sind am Start.
Nach den ersten drei Songs ging es für uns jedoch leider schon wieder rüber an die „Mainstage“ zum ersten Headliner des Abends. Im vergangenen Jahr mussten sie ihren Auftritt am „Summer Breeze“ leider kurzfristig aufgrund von gesundheitlichen Gründen des Sängers absagen. Umso mehr erfreute es die Metalheads, dass der Auftritt in diesem Jahr nachgeholt wurde. Die Bühne wurde von den Pionieren der „New Wave of British Heavy Metal“ – kurz „NWOBHM“ – betreten. Sie gibt es seit 1977 und sie waren gemeinsam mit „Iron Maiden“, „Judas Priest“ und „Def Leppard“ an der Entstehung des modernen Heavy Metals beteiligt. „Saxon“ betraten mit dem Song „Hell, Fire and Damnation“ die Bühne und bereits bei den ersten Tönen flogen Kutten von Metalheads auf und in Richtung der „Mainstage“. Weiterhin mit im Programm hatten sie „Power and the Glory“, „Dogs of War“, „Solid Ball of Rock“, „Sacrifice“ und natürlich noch viele mehr. Einen absoluten Klassiker haben sich die Herren von „Saxon“ für das Finale ihres Sets aufgehoben: Mit „Princess of the Night“ verabschiedeten sie sich von den Metalheads. Doch bis es soweit war, war es ein wahrer Genuss die Band live zu hören und zu sehen. Einfach ein perfekter Start in den Donnerstagabend. Und die Crowd war voll. Die Band genoss es regelrecht die Fans feiern zu sehn. Für uns ging es nach einer ordentliche Portion "Saxon" auf der „Tool-Stage“ weiter.
„Mittel Alta“ sorgten wortwörtlich für einen puren Abriss. Das Atmen fiel einem nur irgendwann schwer, da es extrem staubig wurde. Bereits die ersten Lieder ihres Sets waren die reinsten Knaller – für uns war es das dritte Mal in dieser Festivalsaison, dass wir die Jungs live sahen, und wir wussten daher, was kam. Mit „Auf dem Dorffest“, „Gelber Schein“ und „Der Chef ist tot“ ging der Abriss los und auch die „Grabenschlampen“ waren gewappnet, denn es waren einige mehr von ihnen vor Ort, und das war auch gut so. Aufgrund des vielen Staubs ging es noch vor Beginn des dritten Songs in Richtung „T-Stage“, um vor der nächsten Band noch etwas staubärmere Luft zu atmen – denn staubfreie Luft war nach diesem Tag kaum zu finden. Dennoch konnte man die Musik der Jungs noch recht gut mit verfolgen. Und die Power der Metalhead sin der Luft sehen.Denn die Staubglocke auf Höhe der "Wera-Tool Stage" war enorm. Und kaum zu übersehen.
Für uns brach der Endspurt des Tages an, noch vier Bands standen auf unserer Liste. Weiter ging es mit der US-amerikanischen Deathcore-Band aus New Jersey.
„Fit for an Autopsy“ sind eine der weltweit führenden Bands der modernen Deathcore- und Extrem-Metal-Szene. Los ging ihr energiegeladenes Set mit „Lower Purpose“, „A Higher Level of Hate“ und „It Comes for You“. Die Metalheads vor der Stage wurden von der Energie der Band angesteckt und sorgten für reichlich Bewegung und es wurde wieder ordentlich staubig – da brachte auch das regelmäßige Metalhead-Gießen der „Grabenschlampen“ nicht viel. Zurück an der „Mainstage“ ging es auch schon mit dem zweiten Headliner des Tages los – mit „Everything is wunderbar“ betrat die „Neue Deutsche Härte“-Band „Eisbrecher“ die „Main“. Das Infield knallvoll, die Metalheads gut gelaunt: Sie sorgten gemeinsam mit der Band für ein grandioses Set.
Das letzte Mal an diesem Tag ging es für uns an die „T-Stage“ zu einer Band, die wir noch nicht kannten, wo es sich aber auf jeden Fall rentiert hat. Ihre Bühnenshow mit Wassertrommeln, die mit passenden Lichteffekten auf jeden Fall ein Hingucker ist, gemeinsam mit ihrem Mix aus Nu-Industrial, Alternative Metal gepaart mit Electro-Industrial-Elementen machten „Mushroomhead“ definitiv zu einer Neuentdeckung für uns in dieser Woche. Die Metalheads versetzten sie mit Songs wie „Eye to Eye“, „Fall in Line“ und vielen weiteren in Ekstase. Auch begab sich Sängerin Jackie – eine von insgesamt drei Sänger*innen – kurzerhand in bzw. auf die Metalheads, surfte eine Runde und stand auch auf deren Händen, um die Menschenmenge überblicken zu können. Eine absolut beeindruckende Show. Welche auch schon einige Jahre auf dem Buckel hatte. Uns aber noch nie begegnete. Dies wird sich auf jedenfall ändern. Uns haben sie als neue Fans hinzugewonnen. Absolut zu 200%!!
Ab zur letzten Band hieß es für uns. Die seit 1990 bestehende und mittlerweile einflussreichste finnische Heavy-Metal-Band „Amorphis“ machte für uns den Abschluss des Tages. Das Infield war nach wie vor gut gefüllt, die Metalheads gut gelaunt und die „Grabenschlampen“ hungrig nach Surfern. „Amorphis“ legten direkt los mit „Bones“ und „Light and Shadow“. Nach ihrem dritten Song „Silver Bride“ genossen wir die tolle Show der Jungs noch etwas aus der Ferne. Was eine Power und Energie da immer noch von den Metalheads in Richtung Bühne schwappte. Der Hammer. Und das nach einem erneute knapp 40 Grad heißen und staubigen Festivaltag. Anschließend ging es für uns zurück zum Camp für ein wohlverdientes kaltes Feierabendbier. Die Metalheads feierten noch bis tief in die Nacht und je nach Windrichtung hörten wir sie teilweise noch mitsingen. Was für ein gelungener, jedoch anstrengender dritter Festivaltag – und die Vorfreude auf den Festivalfreitag war groß. Seeehr groß - so als Summer Breeze Fan muss das schon so sein :)
Bilder/Text - Crazyphotobros / Photowichtel - für weitere tolle Bilder vom "Summer Breeze" klickt einfach mal HIERrein. Es lohnt sich :)


















